SKILL - Schriftspracherwerb im Kontext kognitiver Beeinträchtigung - literales Lernen
SKILL - Reading and writing skills among students with intellectual disabilities
Projektdauer:
01.10.24 bis 30.09.28
Kurzinhalt:
Der Erwerb schriftsprachlicher Kompetenzen markiert für Schülerinnen und Schüler im Schwerpunkt Geistige Entwicklung - wie für alle anderen Lernenden ohne Beeinträchtigung auch - einen besonderen Meilenstein mit Blick auf soziale und gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmung, Lebensqualität und Unabhängigkeit. In einem stark schriftlich geprägten Alltag stellen fehlende Lese- und Schreibfähigkeiten wesentliche Exklusionsrisiken dar und erschweren Kommunikation und soziales Miteinander in Schule, Beruf und Freizeit, so dass der Erwerb schriftsprachlicher Kompetenzen als eine der Kernaufgaben an sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren gilt. Gleichzeitig stellt die ungemein große Heterogenität der Schülerinnen und Schüler Lehrkräfte im Bereich GENT vor große Herausforderungen – auch beim Schriftspracherwerb.
Im deutschsprachigen Raum gibt es bislang nur wenige Studien zu den individuellen Lernvoraussetzungen von Schülerinnen und Schülern mit kognitiver Beeinträchtigung und möglicher Zusammenhänge mit dem Erwerb schriftsprachlicher Kompetenzen. Das an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ansässige Forschungsprojekt „SKILL: Schriftspracherwerb im Kontext kognitiver Beeinträchtigung – literales Lernen“ setzt an dieser Leerstelle an und möchte dazu beitragen, differenziertere Erkenntnisse zum Zusammenwirken kognitiver und sprachlicher Prozesse in Bezug auf den Schriftspracherwerb zu gewinnen.