Poetologische Prämissen des Deutschunterrichts im 19. Jahrhundert
Poetological premises of German teaching in the 19th century
Projektdauer:
01.02.22 bis 01.02.28
Kurzinhalt:
Anhand einer historisch rekonstruierenden Analyse soll untersucht werden, inwieweit poetologische Theorien den Deutschunterricht des 18. und 19. Jahrhunderts mitbeeinflusst und das begriffliche Verständnis seiner Gegenstände Sprache und Literatur geprägt haben. Dabei werden ausgewählte Schulbuchtexte aus dem 18. und 19. Jahrhundert theoretischen Schriften zur Poetik aus der Antike und dem Zeitalter der Romantik miteinander verglichen, um Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Entwicklungen offenzulegen. Untersucht werden soll, in welcher Weise der Deutschunterricht Bezüge zu zeitgenössischen Poetikauffassungen entwickelt hat. Von hier aus soll erkennbar gemacht werden, welche didaktischen als auch poetologischen Prämissen den Deutschunterricht leiteten. Es wird daran zu bewerten sein, ob die zunehmende Subjektorientierung, die der Deutschunterricht vom 18. zum 19. Jahrhundert erfuhr (vgl. Weimar 2003, S. 149f.) alleine didaktischen Erwägungen oder einem veränderten Poetikverständnis geschuldet war. Auf der Grundlage einer solchen historischen Analyse erst lässt sich dann an die gegenwärtige Diskussion der Deutschdidaktik anknüpfen. Die Arbeit soll also die Erkenntnis fördern, wie heutzutage poetologische Aspekte den deutschdidaktischen Diskurs beeinflussen.