Im Deutschunterricht der Mittel- und Oberstufe wird gelernt, Interpretationen zu literarischen Texten zu verfassen. Dabei geht es aber nicht darum, dass die Lernenden über ihre eigenen literarischen Erfahrungen mit den Texten schreiben und diese reflektieren. Bestimmte zum Teil seit langem tradierte Vorgaben bewirken vielmehr, dass in der schulischen Praxis das interpretierende Schreiben über literarische Texte von den Erfahrungen mit ihnen weitgehend getrennt bleibt. Die Folgen dieser Trennung sind allgegenwärtig: Was vom Literaturunterricht übrigbleibt, ist ein häufig lebenslanger Widerwillen gegenüber der gelesenen Literatur, während viele Lehrkräfte ratlos sind, wenn sie gefragt werden, was man denn mit dem Wissen über literarische Interpretation nach der Schulzeit anfangen kann. Diese Problematik zieht sich durch alle Schularten und ist auch bei Lehramtsstudierenden virulent, die später das Fach Deutsch unterrichten wollen. In dem Entwicklungsprojekt werden Studienkonzepte zur literarischen Erfahrungsbildung entwickelt, die zur Überwindung der Trennung von Erfahrung und Verstehensleistung bei der Auseinandersetzung mit literarischen Texten beitragen sollen und den Mut zum Selbstverstehen stärken sollen.
Ergebnis:
Hans Lösener / Robert Vellusig (2024): Literarische Erfahrungen. Stuttgart: Reclam.
Hans Lösener / Ulrike Siebauer (2021): Hochform@lyrik. Konzepte und Ideen für einen erfahrungsorientierten Lyrikunterricht. 3., erweiterte u. überarb. Aufl. Regensburg: vulpes.
Projektbeteiligte:
In Zusammenarbeit mit:
Robert Vellusig (Universität Graz)
Ulrike Siebauer (Universität Regensburg)
Verweis auf Webseiten:
Keine
Angehängte Dateien:
keine
Publikationen:
Entwicklungsvorhaben
akt. laufend
Projekt-ID:1105 • Ausrichtung: national • Kostenstelle: 102010 Fak. 2 • Deutsch (mit Sprecherziehung)Erfasst von Lösener, Hans(Prof. Dr. habil.) am 11.10.25