Forschungsprojekt
Fak. 1 - Sonderpädagogik - Hörgeschädigtenpädagogik

Qualifikation pädagogischer Fachkräfte in der Hörgeschädigtenförderung
Status:abgeschlossen
Kurzinhalt:Das Projekt zielte auf die Entwicklung, Erprobung, Umsetzung und Verbreitung eines Weiterbildungslehrgangs für Lehr- und andere pädagogische Fachkräfte in Europa, die mit hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Der Zweck dieses Lehrgangs besteht darin, die pädagogischen Fachkräfte mit Kenntnissen und Fertigkeiten auszustatten, die sie befähigen, hörgeschädigte Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern so anzuleiten, dass eine optimale Unterstützung des kindlichen Hör- und Spracherwerbs gewährleistet wird und eine Verbesserung der Qualität der Lehr- und Lernprozesse stattfindet.

Der Kurs ist modular aufgebaut und umfasst die Themen:
� Anatomie, Physiologie und Pathologie des Hörens
� Messung des Hörvermögens und apparative Hörhilfen
� (Re-)Habilitationsmethoden samt Erfolgskontrolle
� Elternberatung und -begleitung
� Ethisch-soziale Aspekte zeitgemäßer Hörrehabilitation.

Die Inhalte des Weiterbildungslehrgangs wurden in insgesamt 12 Studienbriefen im Internet veröffentlicht. Zum Zweck einer erstmaligen Erprobung und Evaluation des Lehrgangs wurde eine Gruppe von Lehr- und anderen pädagogischen Fachkräften aus Deutschland, Spanien, der Tschechischen Republik und Polen gebildet. Diese "Pilotgruppe" erhielt E-Mail-Kontakt mit den Autoren der Studienbriefe, nahm an Chatforen teil, wurde zu einem Pilotkurs zusammengeführt und fungiert als wichtiger Multiplikator.

Durch die Zusammenarbeit und die Bündelung des Fachwissens im Kontext der Praktiken und Erfahrungen in den verschiedenen europäischen Regionen wurde die Herstellung und Verbreitung qualitativ hochwertiger Ergebnisse sichergestellt.
[kürzen]
Titel:
(andere Sprache)
Qualification of Educational Staff Working with Hearing Impaired Children (QESWHIC)
Kurzinhalt:
(andere Sprache)
The project seeks the development, testing, implementation and dissemination of an in-service training course for teachers and other educational staff working with hearing impaired children and juveniles in Europe.

The course's aim is to supply the participants with knowledge and skills for instructing hearing impaired children and juveniles as well as their parents, thus giving them maximum support in the hearing and speech acquisition process and at the same time improving the quality of the teaching and learning processes.

The course is composed of individual modules including topics such as
- Anatomy, Physiology and Hearing Pathology;
- Audiometry and Technical Hearing Devices;
- Habilitation and Rehabilitation Methods including Outcome Evaluation;
- Parent Counseling and Support;
- Ethical and Social Aspects of Modern Hearing Rehabilitation.

The contents of the course are published in the internet in a total of 12 concept letters. In order to do a first trial and evaluation run of the training course a pilot group of teachers and other educational staff from Germany, Spain, the Czech Republic and Poland has been established. Members of this group had email contact with the authors of the concept letters, participated in chatroom discussions, attended a pilot workshop and thus became important disseminating agents.

The transnational cooperation and the accumulation of special knowledge on the background of the varying educational opportunities and experiences of different European regions is expected to guarantee high-quality results.

[kürzen]
Ergebnis:Die Studienbriefe wurden bis Februar 2005 komplett in englischer Sprache veröffentlicht - ein erheblicher Teil davon zusätzlich auch in den Sprachen der anderen Teilnehmerländer (deutsch, spanisch, tschechisch, polnisch). Im Einzelnen sind verfügbar:

� Letter 1: Hearing Impairment - Educational Possibilities
� Letter 2: Anatomy, Physiology and Pathology of the Hearing System
� Letter 3: Audiological Assessment
� Letter 4: Hearing Aids
� Letter 5: Implantable Devices
� Letter 6: Habilitation and Rehabilitation of Children
� Letter 7: Auditory-Verbal Practice
� Letter 8: Techniques, Strategies and Procedures in AV-Therapy
� Letter 9: Parent Counselling and Guidance
� Letter 10: Interdisciplinarity, Cooperation and Support
� Letter 11: Assessment Methods and Results
� Letter 12: Social, Psychological, Ethical and Anthropological Aspects

Neben den Studienmaterialien musste die Tatsache besondere Berücksichtigung finden, dass sich durch die Entscheidung zum netzgestützten Lernen deutliche Tendenzen zu einer Individualisierung der Lernprozesse ergaben, insofern bei den Teilnehmern über das Onlineangebot Räume für eine stärkere Eigendynamik und ein nach Zeit- und Arbeitsrhythmus selbst organisiertes Arbeiten entstanden. Um die Nachteile einer vollkommen individualisierten Lernumgebung auszugleichen, mussten gleichzeitig Möglichkeiten zur Rückmeldung und unmittelbaren Interaktion gegeben werden. Dies geschah durch den Einsatz Web-gebundener Formen der Kommunikation wie z. B. E-Mail-Kontakte und Chatforen, in denen intensive Diskussionen der Inhalte stattgefunden haben. Zu jedem Studienbrief wurden ein englischsprachiger Chat sowie weitere Chats in den Landessprachen angeboten und von den Teilnehmern genutzt. Alle Teilnehmer, auch die Lehrenden, haben dabei neue, wertvolle Erfahrungen über diese Art des wissenschaftlichen Diskurses, des Wissenstransfers und -austauschs erwerben können.

Schließlich sind auf Seiten der Ergebnisse auch die Erfahrungen zu registrieren, die die Kooperation in einer transnationalen Steuerungsgruppe hervorbringt. Um den Kurs durchzuführen, waren halbjährliche Koordinierungstreffen erforderlich. Jede der Partnereinrichtungen organisierte eines dieser Treffen, so dass von einer gleichberechtigten Teilhabe aller Partner gesprochen werden kann. Hervorzuheben ist insbesondere, dass die ursprüngliche Aufgabenverteilung einvernehmlich beibehalten werden konnte, dass die Aufteilung der Mittel ohne Komplikationen verlief und dass das Engagement der Partner bis zum Projektende auf einem hohen Niveau erhalten blieb. Wichtig ist eine kooperative, aber auch klare Führungsrolle des Koordinators und eine stets und von allen Partnern ansprechbare technisch-administrative Verbindungsstelle. Sehr hilfreich waren auch die Angebote der Europäischen Kommission bzw. der Nationalen Agentur für das Sokrates-Programm zum Austausch der Erfahrungen mit Koordinatoren anderer europäischer Projekte, die regelmäßig in Brüssel bzw. Bonn stattfanden.
[kürzen]
Projektdauer:01.10.2003 bis 30.09.2005
Mitarbeitende:
  • Prof. Dr. Gottfried Diller (Leitung)


    Dipl.-Päd. Peter Graser

  • Verweise auf Webseiten:
    Projekthomepage
    Keine
    Angehängte Dateien:
    Keine
    Erfasst von Dr. Peter Graser am 13.03.2008    
    Projekt-ID:153