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Unterrichtsqualität und Kompetenzentwicklung am außerschulischen Lernort (Garten) vgl aktualisierte Version!!!

Quality of teaching and development of competences in an out-of-school place of learning (garden)


Projektdauer:

01.04.08 bis 08.02.10

Kurzinhalt:

Von der Gestaltung und Nutzung außerschulischer Lernorte werden besondere Potentiale für die Kompetenzentwicklung erwartet.
Da sich nach Helmke (2005, S.14) die Qualität von Schule und Unterricht an empirisch messbaren Erträgen manifestieren muss, also an der tatsächlichen Lernwirksamkeit und nicht an vermuteter, erhoffter oder bloß behaupteter Lernwirksamkeit, muss die Nutzung außerschulischer Lernorte empirisch untersucht und kritisch reflektiert werden.

Dies erfordert die Entwicklung von spezifischen Erhebungsinstrumenten zum Beurteilen der Unterrichtsqualität sowie der Kompetenzentwicklungen der Schülerinnen und Schüler.
Die Beurteilung der Unterrichtsqualität berücksichtigt Kriterien nach Andreas Helmke, Friedrich Gervé, Georg E. Becker und Hilbert Meyer, das Instrumentarium erfordert jedoch einen spezifischen Zuschnitt auf die Besonderheiten des außerschulischen Lernorts und den naturwissenschaftlichen Fachbezug.
Neben Unterrichtsbeobachtungen mit Merkmalsbögen kommen schriftliche Befragungen zum Einsatz (Methodentriangulation qualitativ, quantitativ).
Im Rahmen des längerfristigen Projektes stehen folgende drei Fragen im Mittelpunkt:
- Was ist guter fachlicher bzw. integrativer Unterricht am außerschulischen Lernort?
- Wie kann man die Wirksamkeit des Unterrichts unter Berücksichtigung der Besonderheiten des außerschulischen Lernorts erfassen und bewerten?
(Unterrichtsqualität, Unterrichtsergebnisse und Kompetenzentwicklungen)
- Wie lässt sich (bisher beurteilter) Unterricht verbessern? (Unterrichtsentwicklung)

Ergebnis:

Die bisherigen Beobachtungen am außerschulischen Lernort Garten geben klare Hinweise auf die Bedeutung organisatorischer Rahmenbedingungen, auf Handlungsorientierung mit Möglichkeiten zur Sinnesschulung, auf die Bedeutung von Selbstbestimmung und Freiräumen innerhalb strukturierter Lernprozesse sowie auf die Notwendigkeit der planvollen Einbindung des Lernens an außerschulischen Lernorten in Lernprozesse innerhalb der Schulräume und der "normalen" schulischen Abläufe.
Die Einschätzung des außerschulischen Lernorts Garten durch die Schulkinder ist insgesamt sehr positiv, Bewegungsspielräume oder das sinnliche Erleben erhalten hohe Zustimmung (schriftliche Befragung, offene Frage).
Messbare Erkenntniszuwächse der Kinder beim Modul Sauerteig beispielsweise beziehen sich auf die biotechnologische Wirkung von Mikroorganismen (hier bei der Herstellung von Sauerteig) sowie auf die zeitliche Dauer biotechnologischer Prozesse (Fragebögen).
Ein zweiter bisher untersuchter Schwerpunkt ist der Umgang mit Biodiversität. Die Betrachtungen und Untersuchungen von Wildpflanzen mit ihren ökologischen Beziehungen vor Ort eröffneten den Kindern Sinnzusammenhänge. Wertschätzungen und kontextbezogene Artenkenntnisse wurden entwickelt.

Projektbeteiligte:

Icon-UserProf. Dr. Jäkel, Lissy (Leitung)Profil
Icon-UserIngeborg Schwardt

In Zusammenarbeit mit:

Icon-PersonengruppeÖkogarten der PH Heidelberg
Gartenakademie Baden-Württemberg

Verweis auf Webseiten:

Angehängte Dateien:

keine

Publikationen:

Forschungsprojekt
abgeschlossen
Projekt-ID:230
Fak. 3 • Biologie
Erfasst von Jäkel, Lissy(Prof. Dr.) am 08.01.09
Zuletzt geändert von Pretsch, René am 16.12.22