Forschungs- & Publikationsdatenbank

Ästhetische Erfahrungen in Literarischen Unterrichtsgesprächen der Grundschule. Eine qualitativ-empirische Studie zum Bildungspotential von Alterität für literarisches Lernen

n. a.


Projektdauer:

01.08.08 bis 30.04.16

Kurzinhalt:

Beim 'Heidelberger Modell des Literarischen Unterrichtsgesprächs' handelt es sich um ein literaturdidaktisches Konzept, das in den ausgehenden 1990er Jahren von einer Forschergruppe um Prof. Dr. Gerhard Härle entwickelt wurde und seither in unterschiedlichen Teilprojekten konkretisiert wird.
Im Mittelpunkt des Teilprojektes von Felix Heizmann M.A. steht die qualitativ-rekonstruktive Auswertung von Unterrichtsgesprächen, die in dritten und vierten Grundschulklassen von Lehrerinnen und Lehrern nach dem ‚Heidelberger Modell‘ partizipierend geleitet wurden.
In der Studie geht Heizmann u.a. der Frage nach, welche Praktiken der Bedeutungsaktualisierung in situ sich in der Erkundung poetischer Phänomene durch die Kinder manifestieren, wie diese in ihrer Vollzugswirklichkeit erfasst und zu Typen verdichtet werden können. Die Praktiken der Kinder werden wiederum von (impliziten) handlungsleitenden Orientierungen strukturiert, d.h. von Sinnmustern, die im Zuge der (schulischen) Sozialisation angeeignet werden. Obgleich die Orientierungen von Grundschulkindern noch flexibler als die von Erwachsenen sind, lassen sich insbesondere in den komparativen Analysen des Datenmaterials entwicklungstypische Muster rekonstruieren. Aus diesem Grund werden auch die 'Orientierungsdynamiken' herausgearbeitet, die sich in der gesprächsförmigen Begegnung und Auseinandersetzung der Grundschulkindern mit den Gedichten bzw. poetischen Phänomenen dokumentieren. Die handlungsleitenden Orientierungen werden ebenfalls zu Typen abstrahiert.
Heizmann entwirft in seiner Studie eine zweidimensionale Typologie, die Auskunft über die Prozesstrukturen literarischen Lernens in Gesprächen mit Grundschulkindern erteilt.

Für die Planung, Leitung und Durchführung der Gespräche in der Grundschule kam darüber hinaus ein von F. Heizmann entwickeltes spezifisches ‚Textdetektiv-Setting‘ zum Einsatz, um Literarische Unterrichtsgespräche auch mit vollzähligen Grundschulklassen führen zu können. In der Studie wird dieses Setting erläutert und (kritisch) reflektiert mit dem Ziel, mittels konzeptioneller Überlegungen Vorschläge und Anregungen für eine ‚gesprächsorientierte Didaktik literarischen Lernens in der Grundschule‘ zu entwickeln.

Ergebnis:

Zwischenergebnisse der Studie wurden sowohl in literatur- und fachdidaktischen Kolloquien als auch in interdisziplinären Workshops zum qualitativ-rekonstruktiven Arbeiten vorgestellt und intensiv diskutiert.

Projektbeteiligte:

Icon-UserProf. Dr. phil. Härle, Gerhard (Leitung)Profil
Icon-UserFelix Heizmann M.A.

Verweis auf Webseiten:

Angehängte Dateien:

keine

Publikationen:

Forschungsprojekt
abgeschlossen
Projekt-ID:406 • Ausrichtung: national • Kostenstelle: 000000000
Prorektorat • für Forschung
Erfasst von Härle, Gerhard(Prof. Dr. phil.) am 22.04.13
Zuletzt geändert von Schnura, Antonia am 21.04.26