Verständlich formulieren in naturbezogenen Lernprozessen an schulischen und außerschulischen Lernorten – fachliches Lernen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Sprachstände
Projektdauer:
07.01.16 bis 31.07.16
Kurzinhalt:
Im Zentrum des Projektes steht die Nutzung der spezifischen Vorzüge außerschulischer Lernorte für den Zweitspracherwerb und die Beheimatung von Neubürgern oder Flüchtlingen in Interaktion mit in Deutschland beheimateten Kindern und Jugendlichen. Gezielte Begegnungen mit Naturräumen und Lebewesen werden als Türöffner für Kommunikation und fachliches Lernen genutzt. Zugleich sind nach unseren bisherigen Projekten an außerschulischen Lernorten Kinder und Jugendliche in dem Umgang mit Natur sehr erfahren. Gestörte Mensch-Umwelt-Beziehungen und Übernutzungen natürlicher Ressourcen zählen zu den verschiedenen gesellschaftlich relevanten Ursachen von Flüchtlingsbewegungen.
Das Projekt nimmt diese Zusammenhänge im Kontext von Beheimatung und Bildung gezielt in den Blick. Die Berücksichtigung von nachhaltigen Formen der Gestaltung der Menschen-Umwelt-Beziehungen gehört zu den zentralen Bildungszielen unserer Gesellschaft. Gestaltungskompetenz setzt sprachliche Handlungsfertigkeiten und Kommunikation innerhalb der Gesellschaft voraus.
Ergebnis:
Eine Kooperation des Ökogartens der PH Heidelberg, Fach Biologie, IfNGT, mit der IGH Heidelberg mündet in kontinuierliche Lernangebote. Sie richten sich auf mehrere Ebenen:
- Professionalisierung von angehenden Lehrkräften und Schulpraktikern im Hinblick auf fachliches Lernen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Sprachstände,
- Förderung von Schülerinnen und Schülern,
- Qualifizierung von Master-Studierenden durch begleitende Forschungsprojekte (qualitativ-inhaltsanalytisch),
- Umsetzung der Leitlinie Bildung für nachhaltige Entwicklung im konkreten schulischen Kontext,
- Weiterentwicklung bewährter außerschulischer Lernorte und zugehöriger Lernmaterialien (insbesondere Forscherhefte).