Entwicklungsvorhabenabgeschlossen

Turnen in Stundenbildern für die Sekundarstufe I und II - mehrperspektivisch unterrichten und auswerten

Projektdauer01.03.17 – 30.06.18
EinrichtungFak. 3
InstitutSportwissenschaft/Sportpädagogik

Kurzinhalt

Turnen in der Sekundarstufe ist eine viel diskutierte, von Sportlehrkräften oft als schwierig wahrgenommene Unterrichtspraxis des Faches Sport. Sein problematisches Verhältnis, das sich zwischen turnenden Schülerinnen und Schülern respektive Lehrkräften und Turnsachen nur all zu leicht zu einem selbst verstärkenden Problemzirkel entwickeln kann, entsteht aus der Fixierung des Turnens auf traditionelles Gerätturnen. Ein Turnunterricht, der dem Vorbild des Vereinssports folgt, ist wegen personeller, wie struktureller Bremswirkungen zu überdenken.
In unserem Projekt soll das Erlernen spezifischer Turnfertigkeiten an Wettkampfgeräten als nur einer von vielen optionalen Bereichen innerhalb eines mehrperspektivischen Turnunterrichts entwickelt werden. Im mehrgedeuteten Turnunterricht befassen sich Schülerinnen und Schüler mit zahlreichen Ansprüchen: individuelles sowie Turnkönnen mit Partner und in der Gruppe, synchrones und gruppenvariantes nachgestalten von Turnfolgen, eigenständiges um- und ausgestalten, Gerätearrangements bauen, sich an und mit Geräten, an und mit Partner/n darstellen, Hindernisse drinnen in der Sporthalle, aber auch in der freien Natur überwinden und vielfältig bewältigen und Techniken aus Akrobatik, Bewegungskunst, Parkour, B-Girling/B-Boying, Tricking oder Hip-Hop einbeziehen.
Für das Auswerten eines von vielseitigen Ansprüchen begleiteten Turnvorhabens sind Teaching-To-The-Test-Verfahren mit exklusiver Bewertung des Endprodukts, der Bewegungstechnik oder des Lernergebnisses als geeignete Prüfungsmaßnahme auszuschließen. Vielmehr stehen in jedem Unterrichtsvorhaben die passenden sachlichen und sozialen Ziele im Vordergrund, den Schülerinnen und Schülern wird Raum und Zeit zur Verfügung gestellt, um selbsttätig zu werden oder die Aufgaben mit Hilfe von Lehrenden oder Lernpartnern anzupacken, so dass Etappen des Lernprozesses und das Lernprodukt zusammen kommen sollen. Die thematisierten Objekt- und Subjektkriterien sollen in einer Matrix für die entsprechende prozess- und produktbezogene Bewertung der Lernentwicklung zusammengeführt werden.

Projektbeteiligte

SHDr.  Hafner, SabineWissenschaftliche MitarbeitProfil

In Zusammenarbeit mit

  • ORGAndreas Laube - Lehrer an der Geschwister-Scholl-Schule in St. Ilgen und Ausbildungsberater für Studierende an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg
    Limpert-Verlag GmbH Wiebelsheim

Verweise auf Webseiten

  • Keine

Angehängte Dateien

  • Keine

Publikationen

Projekt-ID 530
Fak. 3 • Sportwissenschaft/Sportpädagogik
Erfasst von Hafner, Sabine (Dr. ) am 09.04.17
Zuletzt geändert von BareisS am 24.09.19