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Problempunkte von Schüler/innen beim Experimentieren - Entwicklung eines Rückmelde- und Diagnosetools für Pädagogische Diagnostik


Projektdauer:

01.01.18 bis 30.04.20

Kurzinhalt:

Im Projekt, welches im Rahmen des Fellowships MINT der ‚Deutsche Telekom Stiftung‘ durchgeführt wird, erfolgt die Erstellung eines Diagnose- und Rückmeldetools zur Erfassung von Experimentierkompetenz. Hierfür sind vorbereitende Arbeiten – Erfassung und Darstellung von Fehlern, Fehlkonzepten und spezifischen Vorgehensweisen von Schülerinnen und Schülern beim selbstständigen, problemorientierten Experimentieren – notwendig. Diese vorbereitenden Arbeiten erfolgen ebenfalls in der Zeit des Fellowship-Projekts bzw. sind bereits erfolgt.
[Nachfolgend werden Fehlern, Fehlkonzepten und spezifischen Vorgehensweisen als Problempunkte bezeichnet.]

Vorab erfolgte Aktivitäten:
In ersten Arbeitsschritten wurde ein Kodiermanual erstellt und erste videogestützte Beobachtungen zum selbstständigen, problemorientierten Experimentieren bei Schülerinnen und Schülern durchgeführt (Klassenstufe 5 und 6).
Für die Datenerhebungen wurden Schülerinnen und Schüler in Einzelarbeit bei ihrer selbstständigen Experimentierarbeit beobachtet (Videographie). Sie planten zwei inhaltlich verschiedene Experimente, um eine gegebene Fragestellung zu beantworten, führten die Experimente durch und werteten sie aus. Hierbei wurden sie jeweils von einer studentischen Hilfskraft begleitet, die über Nachfragen zum Vorgehen die Gedankengänge des Schülers/der Schülerin offenlegen sollte. Die Hilfskräfte halfen den Schülerinnen und Schülern nicht operant. Die Videodaten wurden transkribiert (Beobachtungsprotokolle) und über die Qualitative Inhaltsanalyse (nach Mayring) deduktiv ausgewertet. Hierzu wurde im Vorfeld (Pilotstudie) das Kodiermanual (Kategoriensystem) entwickelt.

Aktivitäten im Zeitraum des Fellowships:
In der Projektlaufzeit erfolgen weitere Erhebungen – in Anlehnung an die oben beschriebene Untersuchungsmethode – zu Problempunkten beim Experimentieren (Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 7 und 9). Zudem erfolgt die Entwicklung, Testung und Optimierung eines schulpraxistauglichen Diagnose- und Rückmeldetools zur Pädagogischen Diagnostik von Experimentierkompetenz.

Zur Diagnose (Ergebnisdiagnose) sollen von Schülerinnen und Schüler beim realen Experimentieren angefertigte Versuchsprotokolle, die mithilfe eines Auswertungsbogen von den Lehrkräften analysiert werden können, eingesetzt werden. Um die in der Literatur beschriebene Abweichung bei der Auswertung von Protokollen gegenüber einer direkten Beobachtung von Schülerinnen und Schüler beim Experimentieren zu minimieren und zudem die Möglichkeit der Prozessdiagnostik zu beachten, soll ergänzend ein Erhebungsbogen für Lehrkräfte zur Kurzzeitbeobachtung von Schülerinnen und Schülern bei der Experimentiertätigkeit (Beobachtung: Umgang mit Labormaterialien und Stoffen, Arbeitsvorgehen) entwickelt und eingebunden werden. Das Diagnose- und Rückmeldetool wird während seiner Entwicklung auf Einhaltung von Gütekriterien (Auswertungsobjektivität, Interpretationsobjektivität, Reliabilität, Validität) getestet.

Projektbeteiligte:

Icon-UserProf. Dr. Baur, Armin (Leitung)Profil

Verweis auf Webseiten:

Keine

Angehängte Dateien:

keine

Publikationen:

Forschungsprojekt
abgeschlossen
Projekt-ID:596
Fak. 3 • Biologie
Erfasst von Baur, Armin(Prof. Dr.) am 09.10.18