Forschende Literaturgespräche. Entwicklung und Bearbeitung von Forschungsfragen in literarischen Gesprächen im Unterricht
Research-based literary discussions. Developing and working on research questions in literary discussions in the classroom
Projektdauer:
09.03.16 bis 09.03.30
Kurzinhalt:
In dem Forschungsprojekt wird untersucht, inwiefern Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, selbstständig Fragen zu literarischen Texten zu entwickeln und inwiefern sie durch deren Bearbeitung ihr Textverständnis vertiefen können. Ziel des Forschungsprojekts ist die Konzeption und Evaluation der methodischen Grundlagen für die Durchführung solcher Gespräche in allen Klassenstufen. Erste Ergebnisse aus Praxisphasen konnten bislang über Examens- und Masterarbeiten gewonnen werden. Deren Auswertung zeigen, dass die Fragekompetenzen von Schülerinnen und Schülern gezielt gefördert werden können und dass bereits Grundschulkinder eigene Forschungsfragen entwickeln und bearbeiten können. Theoretische Anknüpfungspunkte für das Konzept bilden u.a. Martin Wagenscheins Arbeiten zum genetischen Lernens (1968), die Poetik von Henri Meschonnic (1999) und pädagogische und fachdidaktsiche Untersuchungen aus dem Kontext des forschenden Lernens.
Ergebnis:
I. Aufsätze:
De la question à la compréhension. La réflexion exploratoire de lecture en classe (REL). In: Pierre Outers / Germain Simons / Anne-Cathrine Werner (Hg.): Hommage à Daniel Delbrassine. Témoignages et contributions scientifiques. Presses Universitaires de Liège 2024. S. 173–187.
Unbestimmtheit bestimmen. Zur Ethik des Verstehens in literarischen Gesprächen. In: Alexander Lindner und Torsten Mergen (Hg.): Unbestimmtheitserfahrungen als Basis literarischen Lernens. Literaturtheoretische, fachdidaktische und unterrichtspraktische Perspektiven auf literarischer Mehrdeutigkeit. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren 2023, S. 168-183.
Zusammen mit Jessica Frank: Staunen als Methode. Zur Funktion der Frage in forschenden Literaturgesprächen. In: Ricarda Freudenberg und Marie Lessing-Sattari (Hg.): Zur Rolle von Irritation und Staunen im Rahmen literarästhetischer Erfahrung. Theoretische Perspektiven, empiriebasierte Beobachtungen und praktische Implikationen. Berlin: Lang 2020. S. 71–90.
Pourquoi tout comprendre c’est tout prononcer. La lecture à haute voix dans l’enseignement. Übersetzung ins Französische von Daniel Delbrassine. In: Didactiques en pratique, H. 5, 2019, S. 63–70. Online unter <https://www.cifen.uliege.be/cms/c_11711527/fr/cifen-revue-didactiques-en-pratique-et-revue-puzzle>
Sprachmündigkeit und poetisches Sprachlernen. In: Christiane Hochstadt und Ralph Olsen (Hg.): Handbuch Deutschunterricht und Inklusion. Weinheim: Beltz 2019, S. 291–306.
Zusammen mit Ute Filsinger und Gertrud Rösch (2017): Fragen treiben das Verstehen voran. Unterrichtsfachbezogenes Forschendes Lernen im Kontext von Literaturwissenschaft und -didaktik. In: Integrative Lern- und Lehrformate in der Lehrerbildung. Greifswalder Beiträge zur Hochschullehre. Hg. von der Ernst Moritz Arndt Universität Greifswald. S. 141–148.
Zusammen mit Ulrike Siebauer (2016): Die Frage nach dem Sinn. Zur Entwicklung von Frageperspektiven in literarischen Gesprächen. In: Nicola Mitterer / Hajnalka Nagy / Werner Wintersteiner (Hg.): Die Ansprüche der Literatur als Herausforderung für den Literaturunterricht. Theoretische Perspektiven der Literaturdidaktik. Frankfurt am Main: Lang. S. 185–205.